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Wer spricht denn da? - aus der Reihe "Körperuniversum"

  • Autorenbild: Karin Alana Cimander
    Karin Alana Cimander
  • vor 5 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Was passierte hier gerade? Neben dem wohlklingenden, rhythmischen Trommelklang, der durch den Raum schallte, war eine Stimme zu vernehmen. Es hörte sich an, als ließe man eine Tonaufnahme rückwärts laufen. Und - die Stimme kam aus Sinas Mund! Junge Frau hatte sich in jüngster Vergangenheit mit dem Channeln beschäftigt, bei dem man sich als Medium für höhere Wesenheiten, wie Engel, Aufgestiegene Meister usw. zur Verfügung stellte. Die erste Empfehlung war, sich mit Stift und Papier hinzusetzen, man konnte eine Frage stellen und einfach darauf los schreiben, was gerade an Gedanken kam. Es hieß, nach einiger Zeit würden dann die Informationen, die man sich erhoffte, fließen, der Stift würde sich dann wie von selbst bewegen. Anschließend wäre an sich überhaupt nicht bewusst, dass man etwas geschrieben hätte. Sina hatte es versucht, doch nichts geschah.

Vor zwei Wochen hatte sie ein schamanisches Seminar besucht und gespürt, dass die rhythmischen, monotonen Trommelklänge sie innere Bewusstseinsebenen erreichen ließen. Das monotone Trommeln verändert die Gehirnfrequenz, senkt sie ab, lernte sie. Diese Frequenz ähnelt der, in die man kurz vor dem Einschlafen eintritt und durch die der rationale Verstand praktisch ausgeschaltet wird. Sina hatte sich eine schamanische Trommel gekauft und begonnen täglich abends zu trommeln. Sie spürte dadurch mehr Entspannung und ihre Schlafqualität verbessert sich. Sie wusste, dass auch durch Sprache gechannelt werden konnte, war jedoch sehr erstaunt, als nun wortähnliche Töne ihren Mund verließen. Nach ca. einer Woche kamen dann die ersten verständlichen Worte. Zuerst nur einzelne, wenige. Die geistige Welt hatte sich scheinbar auf Sinas Physis eingestellt. Als sie gedanklich Fragen formulierte, folgten ganze Sätze. Sie musste nur dem inneren Impuls folgen, die ersten Worte laut auszusprechen, und es sprudelte aus ihr heraus. In dem schamanischen Seminar hatte sich, in einer schamanischen Reise, der Aufgestiegene Meister Sait Germain gezeigt. Er war es, der nun zu ihr und durch sie sprach. Sina war skeptisch. Waren das nicht nur alles Hirngespinste? Etwas, das sich ihr Verstand ausdachte? Sie wollte Klarheit und lud ihre Freundin Theresa ein.

    „Ich muss dir etwas erzählen. Ich hatte dir doch von dem schamanischen Seminar erzählt und auch davon, gerne channeln zu können“, begann Sina, als sie gemütlich auf dem Sofa saßen und Tee tranken. Theresa nickte

    „Ich kann's jetzt, glaube ich. Channeln, meine ich.“

Theresa setzt die Teetasse ab und blickt ihre Freundin überrascht an. „Echt jetzt?“

    „Ich würde es gerne testen, ob es nicht nur meine eigenen Spinnereien sind. Würdest du dich zur Verfügung stellen und wir probieren es aus?“

    „Ja klar!“, stieß Theresa begeistert aus.

Nachdem Sina einige Minuten getrommelt hatte, spürte sie, dass sie in die Frequenz eingetreten war, in der die Kommunikation möglich war. Es fühlte sich wie eine Art luftleerer Raum an, bereit gefüllt zu werden, in dem sie zu schweben schien. Theresa begann Fragen zu stellen, und die Antworten flossen aus Sina heraus. Nicht, dass sich ihre Stimmlage veränderte, jedoch war die Wortwahl nicht die, welche sie normalerweise verwendete. Saint Germain hatte im 18. Jahrhundert gelebt und verwendete eine der damaligen Zeit entsprechenden Ausdrucksweise. Wie sich herausstellte, hatte er einen köstlichen Humor, jedoch auch eine sehr direkte Art. Niemals beantwortet er Fragen, für die Theresa Lösungen suchte. Vielmehr entgegnete er mit Gegenfragen, die Denkanstöße gaben, um selbst die Lösung in sich finden zu können. Als Menschen haben wir den freien Willen, den die Geistige Welt nicht außer Acht lassen darf. Denn - auch sogenannte Fehler haben ihren Sinn und gehören zu unserem ganz persönlichen Entwicklungsprozess, durch den wir innerlich wachsen. Würde uns jemand zuvor die Lösung präsentieren, wir würden des Erfahrungswegs beraubt. Theresa war von dem Channeling total begeistert!

    „Das war ja abgefahren!“, meinte sie staunend und atmete erst einmal tief durch.

    „Du meinst also nicht, dass das alles nur Spinnerei ist? Ein Produkt meines Verstandes?“

    „Nee du, ich habe deutlich gespürt, dass da nicht du gesprochen hast, allein schon die Wortwahl und die Betonung! Echt krass!“

Sina atmete erleichtert auf, es waren also keine Hirngespinste! Es fühlte sich auch nicht so an.

Begeistert vom Erlebten teilten die beiden es in ihrem Freundeskreis. Manche schauten sehr skeptisch, jedoch gab es auch jene, die Interesse zeigten. Sie äußerten Sina gegenüber den Wunsch, auch diese Erfahrung machen zu wollen, dem Sina, der Saint Germain inzwischen sehr vertraut schien, gerne nachkam.


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