Die Wiese (aus der Reihe "Körperuniversum")
- Karin Alana Cimander

- 27. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 2. Mai
Leonie staunte nicht schlecht. Die Wiese – es gab sie wirklich! Ihre Freundin Mariella hatte ihr von der Heilungspyramide erzählt, und da Leonie das Ganze ziemlich interessant fand, hatte sie es ebenfalls ausprobiert. Mariella hatte ihr auch von einer weiteren Wahrnehmungsebene berichtet, die von der Heilungspyramide aus erreichbar war – die Wiese.
Sie ist ein wunderschöner Ort, auf dem ein Baum steht – der eigene Lebensbaum. Wie Leonie von Mariella erfahren hatte, kann man an diesem Ort alles rufen und sich als Wesen zeigen lassen, beispielsweise den Magen bei Magenproblemen oder – wie ihre Freundin Sandra – General Crebos, die Ur-Krebszelle. Es können eine Art Wächter erscheinen, die, wenn man mit ihnen kommuniziert, Auskunft über die tieferen Ursachen körperlicher Beschwerden geben und darüber, was es braucht, damit sich das Symptom auflösen kann. Denn – alles ist Energie! Das wusste schon Albert Einstein.
Leonie litt bereits seit Längerem unter Magenproblemen, einer immer wieder aufflammenden Gastritis. Diäten, Ernährungsumstellungen sowie Medikamente halfen jeweils nur für eine gewisse Zeit. Also entschloss sie sich, es mit der Wiese zu versuchen.
Sie begab sich in die Heilungspyramide und von dort auf die Ebene der Wiese. Dort sah sie sich um. Es war ein friedlicher Ort. Ihr Lebensbaum jedoch sah kläglich aus. Ein eher trocken wirkendes Ding mit dürren Ästen, an denen nur wenige Blätter hingen. Erstaunt zog sie die Augenbrauen hoch und atmete tief ein und aus.
Dann rief sie die Ursache ihrer Magenprobleme – mit der Bitte, sich als Wesen zu zeigen. Ein bis an die Zähne bewaffneter asiatischer Krieger erschien. Sein Blick war finster, zugleich jedoch abwartend. Leonie fragte ihn, warum er da sei und was seine Aufgabe sei. Die Miene des Kriegers hellte sich auf, augenscheinlich froh darüber, endlich wahrgenommen zu werden.
Leonie erfuhr, dass es seine Aufgabe war, sie darauf hinzuweisen, dass sie sich selbst vernachlässigte. Immer war sie für andere da. Oft half sie ungefragt, vergeudete dadurch ihre eigene Energie und nahm anderen die Möglichkeit, durch eigene Erfahrungen zu wachsen.
Leonie war schockiert. Sie meinte es doch nur gut! Aber – wer war sie, entscheiden zu können, was für andere richtig war? Sie wusste selbst nur zu gut, welches persönliche Entwicklungspotenzial und letztlich auch Geschenk im Durchleben von sogenannten Problemen lag.
„Wenn ich mein Verhalten verändere, kannst du dann gehen?“, fragte sie den Krieger. Dieser nickte.
„Okay, dann verspreche ich, dass ich mein Verhalten ändern werde.“
Der Krieger lächelte, nickte erneut und verschwand. Leonie war sich bewusst, dass er zurückkehren würde, sollte sie in alte Muster verfallen.
Fortan zügelte sie ihren Drang, ungefragt zu helfen – was sich überraschend gut anfühlte. Das bedeutete nicht, dass sie nicht mehr hilfsbereit war. Sie hatte jedoch verinnerlicht, dass es für manche Menschen wichtig ist, zu lernen, um Hilfe zu bitten. Und dabei unterstützte sie nun gerne.
Die jetzt frei gewordene Lebensenergie nutzte sie für sich selbst – für mehr Achtsamkeit gegenüber sich und ihrem Körper.
Die Gastritis verschwand.
Copyright 04/2026 by Karin Cimander
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WICHTIGER HINWEIS!!!!
Diese Geschichte dient nicht zur Diagnose und Heilung. Wende dich bei gesundheitlichen Problemen an den Arzt oder Therapeuten deines Vertrauens!!!
Therapeuten, die in der hier beschriebenen Weise arbeiten (Cosmic Healing Therapeuten nach Anke Evertz), findest du hier:





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