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Verbundenheit (aus der Reihe "Körperuniversum")

  • Autorenbild: Karin Alana Cimander
    Karin Alana Cimander
  • 29. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 2. Mai

Voller Vorfreude und mit laut klopfendem Herzen eilte Katie den Hügel des Parks hinauf. Tränen des Glücks hatten sich in ihren Augenwinkeln gebildet. Leise wehten ihr bereits von Weitem Klänge der Rock- und Soulband entgegen. Die wunderschönen Sommerblumen, die den Weg säumten, nahm Katie kaum wahr. Sie wollte nur so schnell wie möglich zu dem heutigen Live-Auftritt der Band – und zu Jochen!

Eine Kaskade von Glücksgefühlen durchströmte sie immer wieder. Jochen war der Keyboarder der Band. Sie hatten sich vor sechs Jahren kennengelernt und von der ersten Minute an eine tiefe Verbundenheit, eine tiefe Vertrautheit gespürt. Jochen und sie waren jedoch kein Paar. Jochen war verheiratet. Katie war nach einer langjährigen Ehe geschieden, nachdem ihr bewusst geworden war, dass sie Frauen liebte.

Sie trafen sich vielleicht fünf- bis sechsmal im Jahr, und jedes Mal schwang diese tiefe, unerklärliche Form von Liebe zwischen ihnen, die beide nicht erklären konnten. Sie konnten stundenlange Gespräche führen oder einfach nur die Gegenwart des anderen bei einem gemeinsamen Spaziergang genießen. Trat Jochen mit seiner Band auf, war Katie dabei, und es genügte ihr, ihn zu sehen und in seiner Nähe zu sein.

Zunächst hatten Katie diese tiefen Gefühle von Vertrautheit, Verbundenheit und Liebe irritiert. Sie kannte derartige Empfindungen nur aus Liebesbeziehungen und hatte sich selbst gefragt: „Habe ich mich in Jochen verliebt?“ – was sie jedoch sehr verwundert hätte. Aber nein – das war es nicht. Es war reiner, irgendwie neutraler. Sie konnte es sich rational nicht erklären. Sicher haben wir schon viele Inkarnationen gemeinsam gelebt, war für sie die einzig logische Erklärung, und sie genoss das gemeinsame Sein – ohne jegliches Sehnsuchtsgefühl in der Zeit, in der sie sich nicht sahen.

Katies Körper zeigte schon seit vielen Jahren immer wieder, zunehmend intensiver, Symptome, die man als Krankheiten bezeichnen würde. Diverse medizinische Untersuchungen und Behandlungen hatten jedoch keine Klärung gebracht. So wurde das Ganze als psychosomatisch betitelt. Eine Freundin von Katie empfahl ihr eine Traumatherapeutin, die energetisch multidimensional begleitete, was bedeutet, sie führte ihre Klienten bei ihren Beratungen in Bereiche, die nicht nur dieses Leben betrafen und ― sie führte sie in die Selbstverantwortlichkeit. Traumata können beispielsweise auch aus der Ahnenlinie stammen, sich im vorgeburtlichen Zeitraum gebildet haben oder in anderen Inkarnationen entstanden sein.

Katie konnte es im Nachhinein nicht mehr konkret benennen, doch sie kam mit Petra, ihrer Therapeutin, relativ schnell auf das Thema Verlassensängste. Hier zeigten sich diverse Situationen aus Katies Kindheit, in denen sie Derartiges intensiv durchlebt hatte. Beispielsweise ließ man sie als Säugling in ihrem Bettchen schreien, wenn sie gewickelt und gefüttert war. Ihre Mutter ging davon aus, sie habe nichts und schreien kräftige die Lungen. Dann bat Petra Katie, sich in die vorgeburtliche Situation hineinzuversetzen – in die Zeit, als sie noch im Bauch ihrer Mutter war.

    „Wie sieht es dort aus?“, fragte Petra.     „Es ist dunkel und warm. Sehr schön.“    „Bist du alleine oder ist da noch jemand?“    „Da ist noch jemand!“, entgegnete Katie nach intensivem Hineinfühlen überrascht. „Es ist eine männliche Energie, aber – sie will nicht bleiben – will wieder gehen! Er soll aber nicht gehen! Ich will ihn nicht verlieren!“, brach es aus Katie heraus und die ersten Tränen rannten über ihre Wangen.

    „Lass ihn gehen.“

    „Es tut so unendlich weh, ihn zu verlieren!“

    „Lass ihn gehen, lass ihn los!“

Lautes Weinen schüttelte Katie, als eine nicht enden wollende Welle eines Verlustschmerzes sie erfasste und ihr fast den Verstand zu rauben schien. Es dauerte lange, sehr lange, bis es nachließ und abebbte. Schweiß überströmt öffnete sie nach einiger Zeit ihre von Weinen geschwollenen Augen. Petra schaute sie liebevoll an.

    „Du bist ein allein geborener Zwilling, Liebes“, sagte sie sanft, „doch dein Bruder hat sich entschlossen, nicht in eure Familie zu inkarnieren.“

Katie nickte verstehend. Das erklärte sehr viel von dem, was sie in ihrem Leben erfahren hatte – immer wieder starke Verlustängste bei nichtigen Anlässen. Doch jetzt spürte sie, wie eine alte Last von ihr abgefallen war. Sie lächelte dankbar.

Als sie am nächsten Morgen erwachte, wusste sie plötzlich, WER ihr Zwillingsbruder war:

Jochen!

Sie wusste es einfach!

Voller Euphorie rief sie ihn an und berichtete vom Geschehenen. Nachdem sie geendet hatte, war es zunächst still am anderen Ende der Leitung. Dann hörte sie seine nachdenkliche Stimme sagen:

    „Das erklärt so einiges – auch in meinem Leben.“

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Copyright 04/2026 by Karin Cimander


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WICHTIGER HINWEIS!!!!

Diese Geschichte dient nicht zur Diagnose und Heilung. Wende dich bei gesundheitlichen Problemen an den Arzt oder Therapeuten deines Vertrauens!!!


Therapeuten, die in der hier beschriebenen Weise arbeiten (Cosmic Healing Therapeuten nach Anke Evertz), findest du hier:



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